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Kim Yong-Ir

Kim Yong-Ir, Begründer der Sŏn'san-eob-Ideologie

Die Sŏn'san-eob-Ideologie (sŏn = zuerst; san-eob = Industrie ; „Industrie zuerst!“) ist seit einer Verfassungsänderung 2016 zusätzlich zur Doglib-Ideologie Leitlinie der Politik Hiang Lees. Sie räumt der Verteidigungsbereitschaft angesichts einer angenommenen militärischen Bedrohung des Staates durch die „imperialistischen Mächte“ USA und Japan höchste Priorität ein. Aber auch steht diese Politik für eine Erweiterung der Industrie, der Rüstung und der Selbstbestimmung.

Liberalisierung in Politik und Wirtschaft

Die Sŏn'san-eob-Ideologie zeichnet sich innenpolitisch durch ein umfassendes föderatives Konzept der Staatsorganisation aus, das den zwei in der koreanischen Föderation zusammengefassten Republiken weitreichende Selbstbestimmungsrechte und Autonomie gewährt. Ein weiteres Merkmal dieser Ideologie ist die so genannte Arbeiterselbstverwaltung. Diese gestattete den Mitarbeitern eines jeden Betriebes, Einfluss auf die Unternehmensführung zu nehmen, zum Beispiel durch Wahl des Direktors oder durch Mitbestimmung über Löhne und Gehälter. In ökonomischer Hinsicht orientiert sich die Sŏn'san-eob-Ideologie an der sozialistischen Marktwirtschaft, was die Errichtung privater Klein- und Familienbetriebe ermöglicht.

Diese Liberalisierung bleibt aber begrenzt. Politikwissenschaftler weisen darauf hin, dass der Demokratische Zentralismus, die in realsozialistischen Staaten typische Befehlskette von oben nach unten, in Hiang Lee zwar abgemildert, aber keineswegs abgeschafft ist. Auch Repressionen gegen Andersdenkende gehört zur Sŏn'san-eob-Ideologie.

Personenkult

Die Sŏn'san-eob-Ideologie ist durch einen starken Personenkult gekennzeichnet, in dessen Mittelpunkt der Oberste Führer Kim Yong-Ir, der in staatlich kontrollierten Ritualen als Held eines nationalen Mythos gefeiert und verehrt wird. Eine besondere Rolle spielt dabei der 19. Mai, an dem Kim Yong-Ir 1989 geboren wurde.